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Gedanken zum Pferdeverkauf

Liebe Interessierte,

aufgrund zahlreicher Anfragen nach sehr günstigen „Familienmitgliedern“ haben wir uns entschlossen, einige allgemeine Worte zum Pferdeverkauf zu finden. Und hoffen, damit zum Nach- und Umdenken anzuregen!

Wir sind keine Händler, die Verkaufspferde sind entweder von uns selbst, Verwandten, Freunden o.ä.. Qualitätsvolle 4-Beiner, die meist aus persönlichen Gründen abgegeben werden. Aus diesem Grund ist unsere Auswahl beschränkt und es gibt auch keinen bald zu erwartenden „Nachschub“.
Natürlich kennen wir sehr viele Züchter und Verkäufer direkt in Spanien aber auch dort hat ein normales Pferd aus einer akzeptablen Haltung/Umgang/Beritt seinen Preis.

Hier die Auflistung der häufigsten Merkmale, die bzgl. des Wunschpferdes an uns gerichtet werden:
-gut geritten
-5-8 Jahre
-Stockmaß ab ca. 1.60 m (damit Vater, Mutter und Kind es reiten können)
-Geländetauglich
-Gesund
-Wallach
-für Freizeitreiter (??) der akademischen Reitkunst und/oder Legerete
-Budget 7.500,00 Euro

Folgendes möchte ich dazu nach nach 20 Jahren „PRE Erfahrung“ zu bedenken geben:
Für einen Wiederverkäufer in Deutschland bedeutet es, dass er das nett ausgebildete Pferd in Spanien für höchstens 3.500 Euro erwerben muss.
Bei ca. 1.200 Euro Transport, 500 Euro Kastration-wenn sie problemlos abläuft, 600 Euro AKU mit RöBi incl. Insektenekzemtests, Reisekosten mind. 400,00 Euro, mit viel Glück nur 1 Monat Kosten in Dland und verdienen möchte der Händler auch!!

7.500 Budget – 1.200 Transport – 500 Kastration – 600 AKU – 400 Reise – 800 Box/Schmied/Impfungen/Training – 500 Marge = 3.500 Euro

Weiterhin bedeutet es, dass die dort durchgeführte AKU/Ekzemtests keinesfalls negativ sein dürfen, ansonsten müsste man diesen Betrag doch vom o.g. Kaufpreis abziehen, oder? …und was passiert bei mehreren negativen AKUS?? Schmälert sich der KP dann jeweils?

In Deutschland angekommen, darf das Pferd keinen Unterhalt, Tierarzt oder Schmied kosten, es muss schnellstmöglich verkauft werden, denn mit Unterbringung plus Training plus Impfungen plus Hufbearbeitung plus Versicherung (u.a. sollte der Testreiter versichert sein, wenn er Probe reitet) kommen schnell 800 Euro im Monat zusammen, auch ohne evt. Krankheitsfall.

Deshalb ist es selten, dass die gängigen seriösen deutschen Zwischenhändler Pferde in dem o.g. Budget, welches häufig angefragt wird, anbieten.

Von den anderen Verkäufern gibt es Massen aber dort erfüllen die Pferde zu fast 100% nie unsere Qualitätsmerkmale, sei es die Gesundheit -physisch und vor allem psychisch-, die Ausbildung, das Gebäude, Gangwerk, Größe, Hufe, Herdenverträglichket usw. usw. usw.
Und die Haltung/Versorgung ist oft keinen Deut besser als in Spanien. Kann auch nicht, aufgrund der obigen Berechnung.

Deutsche Züchter können die o.g. Preisgestaltung gar nicht erfüllen, da sie ein gut angerittenes, kastriertes 5 j.Pferd weit über 10.000 Euro kostet und das bei nur 200,00 Euro, die man monatlich für die tragende Stute und die Aufzucht incl. Anreiten zu Grunde legt!!
Ich bewundere diejenigen, die aus Leidenschaft durchhalten, wir waren nicht mehr bereit, anderen ihr Hobby zu finanzieren und haben die Zucht eingestellt.

Natürlich gibt es zwischendurch das „Schnäppchen“ aber leider sind es zu viele Interessenten, die sich in dem unteren Preissegment für ihr neues „Familienmitglied“ befinden, im Vergleich zu den wenigen Schnäppchen ((-:

Wir wünschen allen natürlich, dass sie „Ihr“ Pferd finden, ausreichend Anlaufstellen werden in den sozialen Medien empfohlen.